Körperpsychotherapie (= auch somatische Psychotherapie)
bezieht sich auf Körper und Seele, sieht beide als Einheit. Sie
arbeitet mit den beobachtbaren Wechselwirkungen und verwendet neben
der verbalen Arbeit auch Anregungen zur Körperwahrnehmung, für
Entspannung und Bewegung sowie körperliche Berührungen (Lockerung,
Grenzen und Halt geben).
Besonders wichtig ist dabei die Unterstützung der Atmung mit
dem Ziel, dass sie unwillkürlich freier und tiefer, aber auch
ruhiger und gleichmäßiger werden kann. Durch bestimmte
Veränderungen des Atmens können Gefühle sowohl hochkommen
als auch ausklingen. Gefühle und innere Haltungen sind gleichzeitig
körperliche Vorgänge, die gesehen, verstanden und auf der
körperlichen Ebene beeinflusst werden können.
Ausdrücke und Redewendungen wie „ein Brett vor dem Kopf“,
„einen Stecken verschluckt haben“, „den Boden unter
den Füßen verloren haben“ zeigen genauso seelische
wie körperliche Störungen, Spannungsmuster und Einseitigkeiten
an, wie „einen Knödel im Hals“, „die Nase voll“,
„Schiss“ und „Schmetterlinge im Bauch“ haben.
Es gibt eine große Anzahl von körperpsychotherapeutischen
Schulen (und Bezeichnungen), die alle weitgehend obiger Beschreibung
entsprechen, sich aber in ihren theoretischen Modellen und im praktischen
Vorgehen zum Teil stark unterscheiden.